Gründe, um Eier nicht zu verzehren
1. Damit neugeborene männliche Küken nicht lebend zerhackt werden
In den Inkubationsanlagen schlüpfen jeden Tag zu 50% weibliche Küken und 50% männliche Küken: die männlichen Küken, gelten als nutzlos, da sie keine Eier produzieren, daher kommen sie entweder in eine Fleischhackmaschine, oder ersticken. Das gilt für alle Zuchtbetriebe.
2. Damit den weiblichen Küken nicht der Schnabel amputiert wird
Während die Geschwister getötet werden, wird den weiblichen Küken mit einer heissen Klinge der Schnabel amputiert. Warum? Damit sie sich nicht gegenseitig verletzen, wenn sie erwachsen sind.
3. Damit erwachsene Hennen nicht ihr ganzes Leben hinter Gittern verbringen müssen
Die Hennen werden in ganz kleine Käfige gesteckt, genauso wie die Hennen, die “Eier aus Bodenhaltung” produzieren. Auch sie müssen in kleinen, überfüllten Käfigen leben, sie verweilen immer im Dunkeln, die Luft dort ist extrem schlecht. Sie leiden unter grossen Schmerzen, verlieren ihre Federn, aufgrund der fehlenden Nährstoffe und stecken oft zwischen den Gitterstäben fest. Nach höchstens zwei Jahren sehen sie zum ersten Mal in ihrem Leben das Tageslicht, wenn sie nämlich zum Schlachter gebracht werden. Sie werden an ihren Beinchen aufgehängt, ihre Kehle wird durchgeschnitten, und das meistens bei vollem Bewusstsein, oder sie werden mit CO2 erstickt. In der Natur kann eine Henne 8 Jahre alt werden. In den Zuchtbetrieben reduziert sich ihre Lebensdauer auf fünfeinhalb Wochen (für die Fleischproduktion), und auf eineinhalb bis 2 Jahre für Legehennen.
Zuchtbetriebe in der Schweiz
In der Schweiz sind bis zu 10 Hühner auf einem m² erlaubt. Der Unterschied zwischen Freiland-Betrieben und Käfighaltung ist nur gering. Freiland-Betriebe haben nur ein wenig mehr Platz. Die hierarchische Ordnung von Hennen funktioniert mit höchstens 90 Exemplaren, d.h. die Hennen leben permanent im Dauerstress. Die meisten Eier, die in die Schweiz importiert werden, stammen aus Batteriebetrieben, und werden hauptsächlich für Fertigprodukte verwendet. In der Natur legen Hühner höchstens 20 Eier im Jahr; in der Schweiz legen die Hühner mehr als 300 Eier pro Jahr. In Biobetrieben leben Hühner in weniger überfüllten Anlagen, doch auch hier werden männliche Küken als unwirtschaftlich angesehen. In der Schweiz werden pro Jahr 2,6 Millionen Küken getötet.
4. Eier sind voller Cholesterin
70% der Kalorien, die in Eiern enthalten sind, stammen aus Fetten, hauptsächlich gesättigte Fettsäuren. Jedes Ei enthält 200 mg Cholesterin. Gesättigte Fettsäuren und Cholesterin sind Hauptverursacher für Atherosklerose, das wiederum verantwortlich für Herzinfarkte und Schlaganfälle ist.
5. Eier erhöhen nur die Proteinmenge
Eier enthalten keine nützlichen Nährstoffe, nämlich nur Proteine. Die durchschnittliche Ernährungsweise enthält bereits die dreifache Proteinmenge, die nötig ist. Aufgrund dessen sollte man versuchen Proteine zu limitieren. Eine Ernährungsweise, die zu 100% auf pflanzlichen Lebensmitteln beruht, enthält alle notwendigen Proteine.
6. Eier sind typische Salmonellenträger
Dieses Bakterium lebt bestens in der porösen Eierschale, besonders sind die Eier betroffen, die aus überfüllten Betrieben stammen, und wo die hygienischen Bedingungen schlecht sind. Salmonellen gehören zu den meist verbreiteten Bakterien, die Lebensmittelvergiftungen hervorrufen. Die Symptome sind Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfe.
Den kompletten Artikel findet ihr auf der Seite 18-19

Wieso nicht?

Sie sind Unpädagogisch!

Oft werden Zoos, Safarizoos oder Aquarien als Institutionen betrachtet, die das Publikum zu erziehen, die Wildnis hautnah kennen zu lernen! Aber in der Realität stellen sie genau das Gegenteil dar: sie stehlen ihnen die Freiheit, das Recht aller Lebewesen! Sie entwurzeln die Tiere, und reissen sie aus ihrer natürlichen Umgebung. Sie nehmen ihnen jegliche Würde! Das Kennen, Respektieren und Anerkennen der Verhaltensweise wilder Tiere ist unmöglich, wenn sie für die Unterhaltung der Menschen gefangen gehalten und gedemütigt werden! Viele Ethnologen haben das Verhalten von verschiedenen Gattungen studiert, die in den Zoos eingesperrt sind. Sie dokumentieren die Weitläufigkeit des unregelmässigen Verhaltens, wie ein tiefes Unwohlsein und Frustration, das Laufen im Kreis, das wiederholte Schütteln des Kopfes, das Schwanken des Körpers, das unaufhörliche Lecken einzelner Körperteile bis hin zur Selbstverstümmelung! Und das geben wir unserer jungen Generation weiter: wie kann sich ein Kind im Mitgefühl seinesgleichen weiterentwickeln, wenn es richtig findet, dass man unschuldige Tiere einsperrt oder ihnen lächerliche unnatürliche Kunststücke beibringt, wie in den Delfinarien?

 

 

 

ES BEWAHRT DIE GATTUNGEN NICHT VOM AUSSTERBEN!

Die Annahme, dass man einige Gattungen vor dem Aussterben bewahren kann, indem man die Fortpflanzung in Gefangenschaft anstrebt, ist schlichtweg falsch. Die Fakten beweisen, dass die Tiere in einem eingegrenzten Gebiet und mit eingeschränkter natürlicher Auswahl, ihre genetische Variabilität verlieren, dies verursacht eine Schwächung der Gattung. Es ist nur möglich die tierische Gattung zu bewahren, wenn man sie in ihrer natürlichen Umgebung schützt.

 

 

 

 

 

Verurteile nicht die Unschuldigen lebenslang hinter Gitter, für dein Vergnügen!

Die Tiere in Zoos und Aquarien, sind genauso arm wie die Tiere in Zirkussen, d.h. sie sind hinter Gitter, und das lebenslang. Sie sind zwar nicht dazu gezwungen, lange Reisen durchzustehen (wie beispielsweise bei Zirkustieren), jedoch sind sie immer hinter geschlossenen Käfigen oder Becken (ob nun klein oder auch “gross“). Diese haben mit ihrer natürlichen Umgebung nichts gemeinsam. Es gibt einige Zoos, die weitaus grösser und besser ausgebaut sind, doch das Leben für eingesperrte Tiere ist voller Traurigkeit, Wut und Apathie. Und das unter den Augen des Publikums, die mit ihren Gesichtsausdrücken auch manchmal falsche Signale senden, so ist es zum Beispiel wenn man vor Affen lacht. In der Sprache der Affen, ist das Lächeln ein Signal der Angst; für einen Affen bedeutet das Zeigen der oberen Zähne Unterwürfigkeit, und zeigt an, dass man nicht die Absicht hat zu beissen.

Man sollte keine Zoos besuchen, es gibt eine Menge anderer Möglichkeiten die uns zeigen, wie Tiere in ihrer natürlichen Umgebung leben, und es gibt auch viele andere Anlagen (die auch wirklich Tiere retten), die unsere Unterstützung verdienen, wie beispielsweise: www.centrotutelafauna.org

Wie jedes Jahr ziehen die grossen Schweizer Zirkusse mit ihrer Menagerie durchs ganze Land und beenden im Herbst ihre Tournee im Tessin. Lichter, Farben, Musik und Fröhlichkeit... in den Käfigen und unter dem Zelt jedoch das monotone Hin und Her der grossen Raubkatzen, das zwanghafte Schaukeln der Elefanten und Bären und die verstörten Schreie der Affen: Alles Ausdruck äussersten Unbehagens. Das Leben der Zirkustiere ist ein psychologischer Terror: Isoliert von ihren Artgenossen, lebenslang eingesperrt, fern ihres natürlichen Lebensraums und Klimas, ständig unterwegs und zu den immer gleichen Arbeiten gezwungen, so können sie ihren Instinkt und das jeder Tierart eigene Sozialverhalten nicht leben. Tiere, die in der Natur jeden Tag mehrere Kilometer weit laufen, werden in wenige Quadratmeter grosse Käfige gesperrt. Oft führt das zum Wahnsinn, nicht selten gar zum Tod. Auf das Thema der grausamen Dressurmethoden wie Schläge, Peitschenhiebe und Elektroschocks wollen wir schon gar nicht eingehen: Die grossen Schweizer Zirkusse, sagen natürlich dass sie davon absehen, dennoch gibt es viele Zirkusse unterschiedlichster Grössen und Professionalität, die ihre Tiere ausbeuten, und es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch bei uns Fälle von solchen Misshandlungen gibt. Wenn das Zirkuspersonal von den Medien interviewt wird, erklärt es, seine Tiere zu lieben und sie mit grösster Sorge und Hingabe zu behandeln. Natürlich tun sie alles um Arbeitsinstrumente, in die sie viel Zeit und Geld investiert haben, nicht zu schädigen und zu verlieren.

Doch wie viel Liebe und Pflege können das Wertvollste, was Tier und Mensch haben, nämlich die Freiheit, aufwiegen? Mit unseren Kindern gehen wir gern in den Zirkus, um exotische Tiere anzuschauen, aber das Schauspiel gefangener Tiere, die hin und hergehen oder lustlos im Käfig liegen, ist nicht nur unpädagogisch, sondern auch äusserst traurig: Es zeigt den Kindern ein falsches Bild der Natur und die gewalttätige Arroganz des Menschen gegenüber Lebewesen, die sich nicht wehren können. Didaktisch ist ein gesunder Spaziergang in einem Naturpark oder ein guter Dokumentarfilm über frei lebende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum viel wertvoller.

 

Jedes Jahr organisiert ATRA eine friedliche und farbenfrohe Kundgebung mit Tierverkleidungen und Verteilung von Flugblättern in der Innenstadt von Lugano: Das machen wir einige Wochen vor dem Beginn der Zirkusaufführungen, damit wir die Öffentlichkeit informieren, noch bevor die Eintrittskarten für die Vorführungen gekauft werden. Die Kundgebung ist nicht nur gegen Zirkus Knie, sondern gegen alle Aufführungen, die Tiere benutzen und ausnutzen. Das Ziel ist, die Menschen über die Lebensbedingungen von Tieren zu sensibilisieren, die in Gefangenschaft sind, wobei sie sich bei den lächerlichen Vorführungen in einer Weise verhalten müssen, die überhaupt nicht ihrer Natur entspricht.   
 

Ebenso soll eine authentische Zirkustradition gefördert werden, ohne Sklaven in Käfigen, sondern ausschliesslich aufgrund von Bravour, Können und Geschicklichkeit menschlicher Artisten – ein „menschlicher“ Zirkus in jedem Sinn, mit Respekt für das Leben, wie zum Beispiel der „Cirque du Soleil“ (ein international bekannter kanadischer Zirkus), der „Cirque Ronaldo“ (aus Belgien) der „Cirque Baroque“ (aus Frankreich) und auch andere. ES LEBE DER ZIRKUS… ABER OHNE TIERE, damit der Zirkus als Kunst angesehen wird, und nicht als Quälerei.

 

 

 

 

1. Was bedeutet “Vivisektion”?

Das Wort “Vivisektion” bedeutet wörtlich „Eingriff am lebenden Wesen“ und zwar mit oder ohne Anästhesie. In der Praxis umschliesst das alle Experimente, die an lebenden Wesen (inklusive am Menschen) vorgenommen werden. Ziele dieser Experimente sind: das Studium der Funktionen gewisser Organe und der Auswirkungen von Substanzen auf den Organismus, die Erforschung, wie Infektionskrankheiten übertragen werden, und die Bestätigung der Diagnosefindung bestimmter Krankheiten. Leute, die mit Vivisektion an Tieren arbeiten, brauchen lieber den weniger blutigen Ausdruck „Tierversuch“, der nicht unmittelbar an die Qualen und Gewaltanwendungen erinnert, die hinter dieser Praxis verborgen sind.

2. Wer praktiziert Vivisektion und wo?

Chemie- und Pharmakonzerne, Forschungsinstitute, Universitäten, Krankenhäuser, Institutionen der Raumfahrt und des Militärwesens auf der ganzen Welt. Es gibt multinationale Pharmakonzerne mit eigenen privaten Laboratorien, aber es gibt auch Universitäten, die Forschung betreiben oder wo die Vivisektion zu didaktischen Zwecken angewendet wird. Ebenso existieren Zentren, die Tierversuche „auf Kommission“ durchführen: so beauftragen zum Beispiel Kosmetikhersteller oder Produzenten anderer chemischer Substanzen diese Labors, zur Validierung ihrer Produkte die notwendigen Tests an Tieren vorzunehmen.

3. Wie viele Tiere werden in der Schweiz für die Forschung verwendet?

Die offiziellen Daten werden jedes Jahr vom Bundesamt für Veterinärmedizin übermittelt (www.admin.ch). Durchschnittlich mehr als eine halbe Million Tiere. Gute Gründe lassen jedoch vermuten, dass es viel mehr sind. Es besteht nämlich keine Garantie, dass die Labore in denen Tierversuche stattfinden, die keiner Bewilligungspflicht unterliegen (zum Beispiel die „nicht schmerzhaften“ Experimente), alle verwendeten Tiere deklarieren, da diesbezüglich keine gesetzliche Vorschrift besteht. Zudem kann ein Tier für mehrere Experimente verwendet werden, figuriert in der Statistik jedoch nur einmal.

4. Welche Experimente werden mit den Tieren durchgeführt?

Vivisektion bedeutet, Tiere in ein Labor zu bringen und sie Eingriffen und unzähligen Arten von Tests zu unterziehen. Dies geschieht in der Schweiz genauso wie in anderen Ländern: von den gewöhnlichsten Tests an kleinen Nagetieren über die Toxizität einer Substanz (die Vergiftungen und schreckliche Todesqualen zur Folge haben) bis zu ebenso gewöhnlichen Verhaltenstests (dabei wird oft die Reaktion der Hirnzellen durch elektrische Stromstösse verändert). In den Berichten der Forscher (siehe das Buch „Holocaust“) wird eine grässliche Realität aufgezeigt: zum Beispiel werden Katzen und Affen die Augen ausgestochen oder die Schädeldecke entfernt, um ihnen Elektroden ins Gehirn zu pflanzen; Hunden wird der Unterleib geöffnet, um künstlich Darmverstopfungen hervorzurufen oder um Blutgefässe abzubinden; man bricht ihnen Knochen, um dann wieder Heilungsversuche zu unternehmen. Gesetzlich ist es erlaubt, eine Anästhesie wegzulassen, wenn der Zweck des Experiments es verlangt. In jedem Fall kann eine Anästhesie beim Aufwachen schreckliche Schmerzen zur Folge haben, so dass der Tod für das Tier eine echte Befreiung bedeutet. Die verwendeten Tiere gehören den unterschiedlichsten Tierarten an: die grosse Mehrheit stellen Nagetiere (Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen), aber auch Fische, Amphibien, Hunde, Katzen, Schweine, Affen, Vögel, Rinder, Schafe und Schildkröten werden verwendet.

5. Wer finanziert das alles?

In den meisten Fällen werden sowohl die Tiere als auch die Instrumente für die Vivisektion mit den Geldern der Steuerzahler finanziert; diese Gelder werden den Forschungsinstituten von den Regierungen zur Verfügung gestellt. Doch die Vivisektion wird auch mit privaten Geldern finanziert, zum Beispiel aus Schenkungen oder mit Beiträgen, die Pharmakonzerne und andere multinationale Unternehmen für die Forschung zur Verfügung stellen.

6. Stimmt es, dass das schweizerische Gesetz bezüglich Tierversuche sehr streng ist?

Leider nein. Das schweizerische Gesetz erlaubt sehr viel, auch im Vergleich zu anderen Ländern. Tatsächlich verpflichtet auch das schweizerische Gesetz dazu, dass alle chemischen Substanzen, die neu auf den Markt kommen, an Tieren getestet werden. Es erlaubt den Labors, auch die schmerzhaftesten Tierversuche ohne Anästhesie durchzuführen: gemäss Artikel 16, Absatz 2 des Tierschutzgesetzes dürfen Tierversuche ohne Betäubung durchgeführt werden, wenn der Zweck des Experiments dies verlangt. Das bedeutet völlige Freiheit für die Vivisektion. Es gibt äusserst grausame Experimente (zum Beispiel jene über die Reaktionen von Hirn- und Nervenzellen), die verlangen, dass das Tier bei vollem Bewusstsein ist. Zudem arbeiten die Labore geheim und für beinahe jedermann unzugänglich. So sind auch unsere Möglichkeiten, die wahren Umstände zu kennen und entsprechend einzugreifen, sehr begrenzt. Tatsache ist aber, dass die Vivisektion ein Vergehen gegen die Ethik und eine Beleidigung der Wissenschaft ist: deshalb muss sie nicht reglementiert, sondern ganz einfach abgeschafft werden.

7. Stimmt es, dass die Vivisektion ein “notwendiges Übel” ist?

Das ist völlig falsch. Was die medizinische Forschung betrifft, so führen diese Experimente oft in eine Sackgasse: ein Verfahren, das an einem gesunden Tier künstlich eine Krankheit hervorruft, liefert keine Garantie für den Menschen, denn die physiologischen Reaktionen zwischen den Spezies sind sehr verschieden. So können Krankheiten, die beim Menschen natürlich auftreten, von der getesteten Krankheit enorm abweichen. Dasselbe gilt für Toxizitätstests: es ist klar, dass verschiedene Substanzen bei den einzelnen Spezies unterschiedliche Wirkungen haben, je nach Metabolismus und vielen anderen Faktoren. Für jede Substanz gibt es wohl einige Spezies, die gleich reagieren, aber auch solche, die völlig anders reagieren. Um jedoch sicher zu sein, welche Wirkung eine Substanz auf den Menschen hat, muss sie am Menschen getestet werden. So wird jedes zuvor am Tier ausgeführte Experiment völlig nutzlos. Die Vivisektion liefert nicht einmal einen ersten grundlegenden Hinweis, bevor die Substanzen mit dem Menschen in Kontakt kommen: so ist zum Beispiel Strychnin ein äusserst starkes Gift für Menschen und Hunde, es ist jedoch völlig harmlos für Hamster, Affen und Hühner. Hier ein paar weitere markante Beispiele:

 

Substanz   Wirkung 
 Amanita Phalloides

 Giftig für den Menschen

Harmlos für Kaninchen 

  Morphin 

 Beruhigend für den Menschen

Anregend für Pferde und Katzen, verursacht bei Mäusen Krämpfe

Bei Pferderennen werden die Pferde mit Substanzen auf Morphinbasis gedopt.

Mit dem Schweiss werden sie wieder ausgeschieden, so dass eine Dopingkontrolle negativ ausfällt.

  Mandeln  Harmlos für den Menschen Giftig für Füchse und Hühner 
 Digitalis (Fingerhut)

 Medikament bei Kreislaufkrankheiten beim Menschen

Verursacht schweren bis tödlichen Bluthochdruck bei Hunden

 Thalidomid (Contergan)

 Verursacht Missbildungen beim Menschen

Harmlos für Mäuse und Ratten 

 Arsen  

 

 Tödlich für den Menschen

Harmlos für Schafe

 Cicuta (Schierling)

 Hat Sokrates getötet

Harmlos für Ziegen, Schafe und Pferde 

 

Die Vivisektion liefert falsche Daten, auch auf dem Gebiet der Agrarchemie, bei Lebensmittelzusätzen, Farbstoffen usw. Denken wir an die krebserzeugenden Pestizide, die unsere Nahrungsmittel vergifteten und noch immer vergiften, oder an Zusätze, die die Bildung von Tumoren begünstigen: es sind alles Produkte aus der Vivisektion.

8. Warum macht man denn Tierversuche?

Aus wirtschaftlichen und gesetzlichen Gründen: Mit dieser Methode ist es möglich, jedes beliebige chemische Produkt auf den Markt zu bringen und dadurch die Einnahmen der Pharmakonzerne zu steigern. Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, jede neue Substanz und jedes neue Medikament am Tier zu testen. Trotzdem kann ein Produkt von Gesetzes wegen verkauft werden, wenn es am Tier schädliche Wirkungen gezeigt hat.

Die Tierversuche liefern den Pharmaunternehmen einen bequemen (aber für uns schädlichen) juristischen Schutz. Als zum Beispiel Substanzen auf den Markt kamen, die bei den Tests bei allen weiblichen Tieren Scheidenkrebs verursacht hatten, rechtfertigte sich die Firma Wellcome mit der Erklärung: „Diese Tests sind obligatorisch, damit das Produkt verkauft werden darf; sie erlauben jedoch nicht die geringsten Parallelen zum Menschen“ (AAVV, Le Provençal, 18/12/89). Aus Karrieregründen: Mit Tierversuchen lassen sich auf einfache Weise viele Produkte herstellen, die dann in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden, und je mehr Produkte publiziert werden (auch wenn sie vom wissenschaftlichen Standpunkt her unwichtig sind), desto schneller macht der entsprechende Forscher Karriere.

Aus Trägheit: Es ist schwierig, die Ansichten jemandes zu ändern, der immer geglaubt hat, dass dies der einzig mögliche Weg sei, besonders, wenn dahinter so enorme Umsatzzahlen stehen, wie sie der Gesundheits- und der Kosmetikmarkt hervorbringen. An den Universitäten werden oft Tierversuche durchgeführt, weil „es schon immer so war“!

9. Aber ohne diese Forschungsmethode würden viele Arbeitsplätze verloren gehen!

Jedes Mal, wenn wir eine neue Initiative gegen die Vivisektion lancierten, war das das Argument der Pharmaindustrie: wir haben jeweils verloren, und sie haben trotz allem Leute entlassen! Die Entlassungen geschehen wegen den Fusionen von Unternehmen und aus anderen wirtschaftlichen Gründen. Tierversuche abschaffen bedeutet jedoch mehr Raum für die neuen Methoden und neue Möglichkeiten für Forscher, die diese Kenntnisse mit weiteren Forschungen und durch internationalen Austausch ausnützen und vertiefen möchten. Auch im Ausland gibt es starke Bewegungen gegen die Vivisektion und auch sie protestieren gegen die lokalen Labore und gegen jene, die sich bereits heute aus der Schweiz ins Ausland transferieren, um von billigen Arbeitskräften zu profitieren; dies unabhängig von den Tieren. Es besteht keine Gefahr, auf dem nationalen und internationalen Markt an Wettbewerbsfähigkeit einzubüssen, wenn sich solide, alternative Möglichkeiten bieten, wenn man die Führung behält und diese alten, unzuverlässigen Methoden der Tierversuche aufgibt.

10. Wenn man gegen Tierversuche ist, ist man nicht auch gegen Medikamente?

Gegen Tierversuche sein bedeutet, gegen diese Art, wie Medikamente getestet werden und auf allen Gebieten Forschung betrieben wird, zu sein. Die Wahl der Heilmethoden ist individuell, aber man sollte nicht jene finanziell unterstützen, die vom Leiden der Tiere leben. Es ist wichtig, sich über die Produkte zu informieren: über die, die boykottiert werden sollten, über seriösere und wirksamere natürliche Therapien, ebenso über Medikamente, die für unsere Gesundheit wertvoll sind, und über jene mit starken Nebenwirkungen.

11. Aber wenn man nicht am Tier testet, muss dann nicht am Menschen getestet werden?

Nein, überhaupt nicht! Gerade weil jede Tierart unterschiedlich reagiert, müssen die Tierversuchsbefürworter alle am Tier getesteten Substanzen erst recht am Menschen testen. Die aktuelle Situation ist so, dass eine Substanz auf jeden Fall obligatorisch am Menschen getestet werden muss (an gesunden Freiwilligen, an Patienten in den Krankenhäusern, an jungen Leuten, die eine leichte Verdienstmöglichkeit suchen), auch wenn diese Substanz bei den Tests am Tier sämtliche Versuchstiere getötet hat. Auch Experimente am Menschen müssen aus ethischen Gründen abgelehnt werden. Nur der Zynismus von Leuten, die es gewöhnt sind, Tiere zu quälen, kann zulassen, dass der Mensch als Versuchskaninchen herhalten muss. Es gibt aber auch wissenschaftliche Gründe: so haben zum Beispiel Tests an Gefangenen andere Resultate ergeben als Tests an freien Bürgern, weil die Lebensbedingungen die Ergebnisse von Experimenten entscheidend beeinflussen! Deshalb erachtet der internationale Forschungsverband Tests am Menschen als NICHT gültig, wenn diese unter unnatürlichen Bedingungen leben (wie das im Gefängnis der Fall sein kann). Andererseits anerkennt er es als gültig und gesetzlich vorgeschrieben, dass Tiere unterschiedlicher Arten verwendet werden, die an verschiedenen Krankheiten erkranken und in den Labors ausnahmslos unter unnatürlichen Bedingungen leben! Die echte Forschung arbeitet – ausser mit alternativen Methoden, für die keine Tiere verwendet werden – indem sie die menschlichen Krankheiten mit modernen Methoden wie nichtinvasiven Analysen oder mittels Autopsien und Biopsien studiert.

 

12. Gibt es Forschungsmethoden ohne Tierversuche?

Ja, und zwar viele. Viele dieser Methoden sind zudem wirtschaftlicher als die Vivisektion, wie zum Beispiel In Vitro Zellkulturen (von menschlichem Gewebe oder Organen). Für diese Tests bekommt man die Zellen gratis aus den Operationssälen der ganzen Welt: anstatt menschliches Gewebe, das bei chirurgischen Eingriffen entfernt wird, oder die Plazenta nach Geburten einfach wegzuwerfen oder zu verbrennen, könnten diese Stoffe ausgezeichnetes Material für die Forschung liefern. Es gibt auch Computersimulationen, die die Reaktionen des menschlichen Organismus auf bestimmte Substanzen reproduzieren können. Oder die Epidemiologie: sie untersucht die Häufigkeit und Ausbreitung von Krankheiten im Verhältnis zur Lebensweise und zur Umwelt. Diese Art von Forschung hat zum Beispiel Erkenntnisse geliefert über die meisten Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten (Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Hypercholesterolämie). Es existieren auch neue Techniken mit menschlicher Tränenflüssigkeit, durch die die Tests an den Augen von Kaninchen ersetzt werden können, und viele andere hoch entwickelte Methoden.

13. Warum werden diese Methoden nicht so eingesetzt, wie sie es verdienten?

Weil die Forscher dazu nicht fähig sind und weil die Chemieindustrie das entsprechende Personal rekrutieren müsste, und das kostet Geld. Aus diesem Grund sagen jene, die an der Vivisektion verdienen, diese alternativen Methoden seien unbefriedigend und dass deshalb die Tierversuche nicht abgeschafft werden können. Es geht hier also um eine wirtschaftliche Frage. Diese Leute verschweigen offensichtliche und seit langem bekannte Tatsachen: zum Beispiel, dass sowohl in der Toxikologie als auch in der Teratologie chemische Substanzen, die für den Menschen schädlich sind, nur mit menschlichen Zellkulturen identifiziert werden können und nicht durch Tierversuche. Selbst jene, die Tierversuche durchführen, glauben nicht an die Gültigkeit ihrer eigenen Tests; das zeigen zahlreiche Bezeugungen, unter anderem: „Es ist unmöglich, allgemeine Regeln aufzustellen, die zuverlässig über die Gültigkeit der Übertragung von Testergebnissen von einer Spezies auf die andere Aufschluss geben. Für jedes einzelne Experiment müssen separate Regeln aufgestellt werden, und oft können diese erst nach den ersten Versuchen an der Zielspezies ermittelt werden.“ (Handbuch der Wissenschaft von den Tierversuchen (Handbook of Laboratory Animal Science) 1995). Das bedeutet: Wenn dennoch Tierversuche durchgeführt werden, so sind sie für die Wissenschaftler ganz einfach bequemer.

14. Was halten die Ärzte davon?

Da gibt es unterschiedliche Meinungen. Dennoch ist die Tendenz ein immer grösseres Bewusstsein seitens der Ärzte über die Risiken von Produkten, die an Tieren getestet wurden. Sie verschreiben ihren Patienten deshalb öfter weniger schädliche und dennoch wirksamere Medikamente. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Ärzte eine Ausbildung genossen haben, die Tierversuche vollständig bejaht, und es ist nicht immer einfach, sich selbst in Frage zu stellen. Viele Forscher von internationalem Ruf, Direktoren von Krankenhäusern, Universitätsprofessoren, Chirurgen, Onkologen usw. arbeiten mit uns zusammen, um über die Schäden der Vivisektion zu informieren und um uns bei ihrer Abschaffung zu unterstützen.

15. Und die Genmanipulationen?

Mit der integrierten Anwendung von Biochemie, Mikrobiologie und Gentechnik ist der Mensch seit 1973 fähig, die lebenswichtigen Moleküle direkt zu manipulieren: er ist fähig, sowohl pflanzliche wie tierische Mikroorganismen, die es in der Natur nicht gibt, zu schaffen. Schweine und Affen werden durch Genveränderungen dem Menschen „ähnlicher“ gemacht und werden so zu Organspendern zwischen den Spezies (vom Tier zum Menschen). Das wird allgemein als Xenotransplantation bezeichnet. Mit der Gentechnik wird versucht, Tiere mit menschlichen Genen zu kreieren, die das Immunsystem des Patienten täuschen können, so dass es das gentechnisch veränderte Tierorgan „akzeptiert“; oder sie können Krankheiten des Menschen simulieren, die sich in den Tieren nicht entwickeln. Die Gründe, warum solche Genveränderungen Besorgnis erregen, sind sehr verschieden: Genetisch veränderte Tiere sind dem Menschen nur entfernt ähnlich, sie werden aber weiterhin Krankheiten entwickeln und auf chemische Substanzen anders reagieren als der Mensch. Die Transplantation von tierischen Organen in den Menschen ermöglicht es, dass Infektionskrankheiten und Viren die natürlichen Abwehrbarrieren des Menschen, wie die Haut oder den Magendarmtrakt, überspringen. Eine Xenotransplantation und die damit verbundene potentielle Übertragung eines Virus geschehen an Patienten, deren Immunsystem so gut wie ausgeschaltet ist (um die Abstossung des Organs zu verhindern) und unfähig, den Organismus zu schützen. Bei jeder Xenotransplantation geschieht eine Art „Zellenmigration“ mit einer raschen Ausbreitung über den Blutkreislauf. Ein Patient, dem die Leber eines Tieres implantiert wird, hat später Tierzellen in der Haut, im Herzen, in der Nase und in vielen anderen Organen. Dies mit unvorhersehbaren Folgen! Genmanipulationen am Tier sind die Zukunft der Vivisektion. Widersetzen wir uns von Anfang an diesen Verirrungen!

Was können wir konkret machen?

Produkte verwenden, die nicht am Tier getestet wurden.

Forschungsunternehmen, denen wir Geld spenden wollen, sollen sorgfältig ausgewählt werden: in vielen Fällen wird ein Teil der Spendengelder für Forschungen mit Tierversuchen verwendet.

An Veranstaltungen und Protestkampagnen der verschiedenen Tierschutzverbände teilnehmen, mit ihnen zusammenarbeiten oder in der Wohnregion Informationsstellen organisieren, Briefe an Informationsstellen oder an die Behörden schreiben, usw.

Sich und andere informieren. Entsprechende Zeitungen und Flugblätter verteilen, an Schulen oder an anderen öffentlichen Orten Konferenzen und Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Leute organisieren; dafür können wir Ihnen erfahrene Redner oder Material vermitteln.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen

+41 (0)91/9701945 von Montag bis Freitag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

oder schreiben Sie uns per e-mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Bewegung gegen Tierversuche braucht auch Ihre Unterstützung: tun wir uns zusammen, so sind wir stärker!

ATRA wurde 1978 von Milly Schär-Manzoli in Lugano gegründet.

In fast 40jähriger Tätigkeit, haben wir uns unermüdlich für die Tierrechte eingesetzt und gegen die Vivisektion gekämpft, dadurch konnten wir das Leben tausender unschuldiger Lebewesen vor einem grausamen Schicksal retten. Wir haben viele nationale und internationale Veranstaltungen organisiert und daran teilgenommen, wir haben hunderte von Infoständen aufgestellt, Konferenzen und Diskussionen abgehalten, Petitionen und Referenden gegen Tierversuche in der Schweiz lanciert und dabei einige wichtige Erfolge erzielt (CHUV Lausanne, Institut für Anatomie in Freiburg, Inselspital Bern usw.), und auch im Ausland.

1981 hat Milly Schär-Manzoli die internationale Tierschutzorganisation OIPA gegründet (dessen heutiger Sitz ist in Mailand), und 1987 die internationalen Liga der Ärzte für die Abschaffung der Tierversuche (heute LIMAV-internationale Ärzte mit Sitz in Mailand). Kurz nach ihrer Gründung hat die LIMAV 1989 in der Schweiz ein Referendum zur Abschaffung der Tierversuche lanciert, und in all den Jahren hat sie viele Konferenzen, Debatten und internationale Kongresse organisiert. Viele Ärzte der LIMAV haben für unser Anliegen grundlegende Berichte geschrieben und Bücher veröffentlicht. Der Einsatz von ATRA gilt aber nicht nur den Tierversuchen, wir sind auch an vielen anderen Fronten aktiv: gegen Pelzhandel, Stierkämpfe, grausame Volksfeste, Jagd, Zirkusse und Zoos und für die Verbreitung der vegetarischen und veganen Ernährung (siehe Link Aktivitäten).

 

Trotz dem Verlust von Milly Schär-Manzoli im Dezember 2001 macht heute unsere Bewegung unter der Leitung von Max Molteni mit der gleichen Energie wie immer weiter. Es sind neue Kräfte und neue Strategien hinzugekommen, aber unsere Ziele bleiben dieselben: wir setzen uns weiterhin für die Abschaffung der Vivisektion ein; und dass allen Lebewesen das gleiche Recht an Würde anerkannt wird.

 

Interne Organisation

Die Mitglieder des Komitees sind: Elena Grisafi-Favre (Vize-Präsidentin); Sveva Belloni; Sabrina Piacente, Simona Mombelli, Silva Martinelli.

Wissenschaftlicher Berater: Massimo Tettamanti.

Sekretariat/Orizzonti-Redaktion: Natascia Gamba.

 

Um unsere Aktivitäten zu unterstützen, und wenn Sie über Neuigkeiten informiert werden möchten, dann können Sie unsere Zeitschrift „Orizzonti” abonnieren. Sie erscheint vierteljährlich in drei Sprachen (italienisch, französisch und deutsch). Das Jahresabonnement kostet: CHF 20.- für die Schweiz (andere EU-Länder CHF 30.-/Euro 20.-, alle anderen Länder CHF 45.-/Euro 30.-).